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Shantychor und Lilive gestalten Matinée

Der Linzgau Literatur Verein organisiert im Juli drei Veranstaltungen
Gemeinsam mit dem Shantychor veranstaltet der Linzgau Literatur Verein am 24. Juli im Naturbad Leustetten eine Matinée.
Gemeinsam mit dem Shantychor veranstaltet der Linzgau Literatur Verein am 24. Juli im Naturbad Leustetten eine Matinée.
Fotos: PR

Frickingen sz Der Linzgau Literatur Verein hat für den Juli gleich drei Veranstaltungen organisiert. Hier ein Überblick.

Am Freitag, 15. Juli, liest Cornelia Haendler ab 19.30 Uhr im alten Schulhaus bei der Monatslesung. Man sieht sie nur von hinten oder von der Seite. Haendler spricht nicht selber, sie lässt die Menschen sprechen. Was an diesen Interviews so sehr berührt, ist das zutiefst Menschliche, die unverhüllt, verletzlich offene Authentizität des Sprechenden.

Der hartgesottene Mordkommissar erzählt von seiner Furcht vor entstellten Opfern, der Musikhochschulpräsident spricht darüber, wie lebensunfähig ihn seine Hörsensibilität machte und der Eremit bekennt, welche Angst ihn befiel vor dem Alleinsein in der Abgeschiedenheit.

Publiziert werden die Interviews im Elternteil der alternativen Kinderzeitschrift „Vorhang Auf“, die Haendler seit vielen Jahren mitgestaltet. Die in München geborene Künstlerin, die mit ihrer Familie in unserer Gemeinde lebt und arbeitet, äußert sich zu ihrer journalistischen Tätigkeit selber: „Ich bin keine Journalistin. Ich habe das auch nie studiert. Im Gegenteil. Manchmal bin ich befangen, es gibt Momente der Unsicherheit … und manchmal bin ich sprachlos, dann bleiben die Fragen aus. Aber dann öffnet sich ein Raum dazwischen. Denn – und das ist vielleicht das Allerwichtigste: Wenn ich keine Erwartungen mehr habe, dann werden alle meine Erwartungen übertroffen!“

Eine Woche später, am Samstag, 23. Juli, geben ab 19 Uhr Edgar Bangert und Sven-Erik Sonntag eine Theater- und Kabarett-Vorstellung im alten Schulhaus in Leustetten. Der Berliner Schauspieler und Regisseur Edgar Bangert spielt Dostojewski und der Leustetter Schriftsteller und Kabarettist Sven-Erik Sonntag schwätzt Schwäbisch. Mit ihren Programmen „Traum eines lächerlichen Menschen“ und „ääba dromm!“ gestalten sie einen von lebensfroh-philosophischen Selbstmordgedanken und humorvoller Tiefgründigkeit geprägten, verrückten Abend, heißt es in einer Pressemitteilung.

Edgar Bangert durchlebt Dostojewskis „Traum eines lächerlichen Menschen“, in dem ein Mann den Entschluss fasst, sich das Leben zu nehmen. Weil ihm sogar das gleichgültig ist, schläft er ein. Plötzlich träumt er, von einem ihm unbekannten Wesen auf einen entfernten Planeten entführt zu werden. Dostojewski beschreibt in dieser Erzählung Größe, Zerfall und Elend der menschlichen Gesellschaft auf beeindruckend prophetische Weise. Sven-Erik Sonntag präsentiert seinen Zuhörern mit „ääba dromm!“ den Alltag mit all seinen Untiefen. Treffsicher entlarvend in mundgerechte Häppchen verpackt, holt er mit seinem ganz eigenen, manchmal bitterbösen Humor alles ans Tageslicht, was wir immer schon geahnt, aber uns nie zu wissen getraut haben.

Am Sonntag, 24. Juli, treten, ab 11 Uhr, der Shantychor Überlingen und der Linzgau Literatur Verein bei einer Matinée im Naturbad Leustetten gemeinsam in Aktion. Der Chor wird bekannte Seemannslieder bieten, die zum Mitsingen anregen. Lilive umrahmt den Gesang mit heiterer, lyrischer Einlage, sommerlich lustig und zur Seefahrt passend. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

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