+++ Lesung mit Chris Inken Soppa _07.12.2017 um 19.30 Uhr_Der Felsengarten – Stimmen der Aran-Inseln_ IM FACHWERK11_SCHLOSS STR. 11;Salem_ +++ Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg verleiht den Thaddäus-Troll-Preis 2016 an die Autorin Felicitas Andresen für ihren im Verlag Klöpfer & Meyer erschienenen Roman „Sex mit Hermann Hesse.“.***

Eva Hesse liest im Lokal  "EssKultur Restaurant frisch bio vegan" in Überlingen

unbekannte Texte ihre Großvater Hermann Hesse

26.April 2015 um 17 -21 Uhr Es gibt veg. Essen / Eintritt 23 Euro / Anmeldung bis 20. April 2015

Presse / Südkurier /Foto Südkurier

Eva Hesse liest im Restaurant EssKultur aus Hesses „Siddhartha“

Sie vermittelt dabei auch Einblicke in die Prsönlichkeit ihres Großvaters

Eva Hesse, Enkelin des Schriftstellers Hermann Hesse, bei ihrer Lesung in Überlingen.

Der Linzgau-Literaturverein (Lilive) mit Sitz in Frickingen hatte sich für die Lesung von Eva Hesse einen überaus passenden Rahmen ausgesucht, spielt doch die weltbekannte Novelle von Hermann Hesse „Siddhartha“ in Indien. Das Restaurant EssKultur in Überlingen, bekannt für seine indisch orientierte Küche, bio und vegan, sorgte mit einer stilvollen Mahlzeit für den leiblichen Genuss. Währenddessen bescherte Eva Hesse mit Ausschnitten aus dem Buch ihres Großvaters den Zuhörern hochgeistige, geradezu meditative Augenblicke.

Sie hatte die letzten beiden Kapitel des Buches gewählt, um den Kern und gleichzeitig die Frucht dieser Erzählung aufzuzeigen, die in poetischen Worten den Lebensweg von Siddharta, einem Brahmanensohn, aufzeigt. Dieser versucht zuerst mittels strengster Askese Sinn und Glück im Leben zu finden. Selbst die Begegnung mit dem Buddha persönlich lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und schließlich landet er in den Armen einer reichen Kurtisane, lernt die Welt mit all ihren Genüssen und Abgründen kennen, um schließlich in einer Art Rückbesinnung bescheiden als Fährmann ein zufriedenes Leben zu führen, „in allem den verborgenen Buddha zu ehren“. Eva Hesse hat es verstanden, mit ihrer feinen, wohl akzentuierenden Stimme, den hintergründigen Gehalt der Zeilen spürbar zu machen. Auf die Frage, ob sie in ihrer Kindheit ihren Großvater Hermann Hesse ebenfalls als spirituellen, feingeistigen Menschen erlebt habe, schilderte sie ihn als lebensfroh und lustig, ein ausgeprägter Individualist mit einem breiten, schwäbisch-baslerischen Dialekt. Er habe aber auch sehr ernsthafte Charakterzüge gehabt. Eine gewisse Ehrfurcht ob seines Weltruhms als Schriftsteller habe sich bei ihr erst recht spät eingestellt.

Hermann Hesse selbst lernte auf einer Reise nach Sri Lanka den Buddhismus kennen, der ihn faszinierte. In die Erzählung von Siddhartha integrierte er wesentliche Elemente der buddhistischen Philosophie, auch um dem westlich orientierten Menschen einen Spiegel vorzuhalten, das rein materialistisch orientierte Weltbild zu hinterfragen. Er fordert dazu auf, die Suche nach Verwirklichung unseres wahren Ichs niemals aufzugeben, allem und jedem auf dieser Erde Toleranz und Liebe entgegen zu bringen. Eva Hesse ist nicht in die Fußstapfen ihres berühmten Großvater getreten und ebenfalls Schriftstellerin geworden, obwohl sie einen kleinen Band mit persönlichen Gedichten heraus gebracht hat. Diesen hat sie mit von ihr gemalten Aquarellen illustriert.

Indien ist ihr als Reiseland bekannt und sehr ans Herz gewachsen, hat sie sich doch dorthin regelmäßig zurückgezogen, um dem europäischen Winter zu entfliehen. Heute lebt sie in der Toskana und pflegt dort ihre Malerei. Die Lesungen mit den Büchern ihres Großvaters sind für sie zu einem wesentlichen Lebensinhalt geworden.

Seite 1 von 7

Zum Anfang