+++ Winterpause bis 1. März 11_dann im Fachwerk !! Tolstaja "Eine Frage der Schuld"..... Der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg verleiht den Thaddäus-Troll-Preis 2016 an die Autorin Felicitas Andresen für ihren im Verlag Klöpfer & Meyer erschienenen Roman „Sex mit Hermann Hesse.“.***

Heilige Quellen im Dreiland am Oberrhein

Lesung am 4. Mai 2017 in Salem aus: MYTHISCHE ORTE AM OBERRHEIN Bd. 1 + 2 von Edith Schweizer-Völker, Fotos Martin Schulte-Kellinghaus (Christoph Merian Verlag).

 

Schon aus der Steinzeit bis in keltische und germanische Zeit sind Opfergaben bei Quellen bekannt, die auf die Verehrung von Schöpfergottheiten schliessen lassen. In der griechischen Mythologie war es die Erdmutter Gaia, die sowohl das Festland als auch das Wasser geschaffen hatte. Im frühen Mittelalter wurden in Europa viele Bräuche und Riten in solchem Zusammenhang verboten und verdammt und mit christlichen Inhalten gefüllt. Die Orte, die von der Bevölkerung zur Verehrung der Naturgottheiten aufgesucht wurden, sind jedoch nicht verschwunden – die diversen Gottheiten wurden subtil durch christliche Heilige ersetzt. So finden wir noch heute – gerade im Dreiland zwischen Schwarzwald, Jura und Vogesen – eine Vielzahl von heiligen Quellen, die noch heute als Wallfahrtsorte grosse Bedeutung besitzen. Besonders reizvoll ist in diesem Zusammenhang die Begegnung mit der heiligen Odilia – in Deutschland Ottilia genannt – die auf dem Heiligen Berg des Elsass bei Strassburg, dem Odilienberg, im 7. Jahrhundert eine Quelle erweckt haben soll. Auf sie geht auch ein kleines QuellhHeHHe   Heiligtum in Heimersdorf unweit von Mulhouse zurück. Besondere Berühmtheit erlangt hat die Ottilien-Quellgrotte hinter dem Schlossberg von Freiburg im Breisgau. Das Wasser all dieser Quellen soll vor allem bei Augenleiden heilsam sein.

Unzählige weitere Kultstätten finden sich in den beiden Bänden MYTHISCHE ORTE AM OBERRHEIN, Bd. 1 + 2.

   

Edith Schweizer-Völker arbeitet als freie Kulturjournalistin und wurde vor allem durch ihre kulturhistorischen Beiträge in der Dreiland-Beilage der BASLER ZEITUNG  bekannt.

Sie hat an der Universität Basel Anthropologie, Ethnologie und Volkskunde studiert und acht volkskundliche Bücher publiziert.

Ihre zwei grenzüberschreitenden, kulturhistorischen Bücher ‚MYTHISCHE ORTE AM OBERRHEIN’ Bd. 1 + 2 sind Bestseller geworden. Dazu gibt es eine App ‚MYTHISCHE ORTE’ mit Fahrrand- und Wanderwegen zu ausgewählten Plätzen.

 

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