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Oktober -Lesung
Anne Wachter / Brigitte Rieger-Benkel - "Walter Eberhard Loch" - Lesung und Lichtbildvortrag

18. Oktober 2013
19.30 Uhr - 21.00 Uhr

Altes Schulhaus | Rathausstrasse 1 | 88699 Frickingen-Leustetten

walter eberhard loch
 
Walter Eberhard Loch (1885 – 1979)
Ein Künstlerporträt in Text und Bild

Wer kennt ihn? Den akademischen Maler und Schriftsteller von der Tobelhalde in Salem-Neufrach. Über sein Leben und sein Werk referieren Anne Wachter, Pädagogin i. R. und Brigitte Rieger-Benkel, Vorsitzende des WEL-Vereins Salem e.V., gegründet 2006 zur Pflege und Bekanntmachung des künstlerischen Nachlasses.

Walter Eberhard Loch, mit Künstlernamen WEL genannt, wurde in Breslau geboren, studierte an der dortigen Kunstakademie, war danach in Liegnitz und Berlin tätig, bevor er 1919 nach Dresden zog. 1932 erfolgte der Umzug an den Bodensee, auf die Höri nach Gaienhofen. Aus politischen Gründen zog er sich mit seiner Frau 1939 in die damals abgelegene Gegend des Salemer Tales zurück, wo er bis zu seinem Lebensende im  Jahre 1979 lebte und arbeitete. Hier wandte sich der vielseitige Künstler auch der schriftstellerischen Tätigkeit zu: Es entstanden Dramen, Prosatexte und Gedichte, sowie das erste badische Dorfbuch über seinen Wohnort Neufrach.

Bereits in der Studienzeit fiel er mit seinen exakten, aber dennoch dynamischen Zeichnungen von Wildtieren auf, die er stundenlang im Zoo beobachtete. Während des Ersten Weltkrieges machte Loch sich in verschiedenen Ausstellungen mit expressiven Buchillustrationen und Zyklen in Linol- und Holzschnitt-Technik auf sich aufmerksam. Mit dem Umzug nach Dresden wandelte sich sein Sujet, in dem er sich dem damals modernen Ausdruckstanz zuwandte. In Freundschaft zu Mary Wigman, in deren Tanzstudio er sich frei bewegen konnte, entstanden faszinierende, überwiegend leuchtend farbige Tanzstudien als Zeichnungen, in verschiedenen Drucktechniken, Aquarellen und in Öl. Am Bodensee schuf er überwiegend Landschaften in Öl und Aquarell, aber auch in abstrahierender Form in Holz- und Linolschnitten. WEL blieb sein Leben lang der gegenständlichen Malerei treu, experimentierte aber auch mit der plastischen Ausmodellierung seiner Tier- und Sportthemen.


brigitte rieger-benkelBrigitte Rieger-Benkel, M. A., geb. 1964 in Friedrichshafen, derzeit wohnhaft in Immenstaad, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie in Heidelberg sowie Baudenkmalpflege in Trier, von 1994 an Mitarbeiterin im Kulturamt der Stadt Meersburg: Betreuung des Archivs und Mitorganisation von Ausstellungen, 2004 bis 2011 Leiterin des Kulturamts Meersburg. Seit 2012 freiberuflich tätig und seit Sommer 2012 Vorsitzende des WEL-Vereins Salem e.V.
anne wachter
Anne Wachter, geb. 1938 in Pfullendorf, legte 1959 das Examen an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten ab. Danach lehrte sie als Grund- und Hauptschullehrerin an verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg, u. a. von 1965 bis 1973 als Leiterin einer kleinen Schule in Daisendorf bei Meersburg und von 1973 bis 1996 als Klassenlehrerin, Konrektorin und schulpsychologische Beratungslehrerin in Meersburg, wo sie heute noch wohnt. Von 2002 bis 2011 war sie Vorstandsmitglied des Wangener Kreises - Gesellschaft für Literatur, Kunst "Der Osten", und seit 2006 ist sie Mitglied des WEL - Vereins Salem e.V. Sie ist Autorin des Buches: "Walter Eberhard Loch - Lebensstationen eines Künstlers in Text und Bild".
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